Freitag, 10. Juni 2016

Fröhlichen Weges: Raus in die Ähl


In der Ähl am Rosterberg in Siegen. Kurz davor stand rechts die kleine rote Bank. (Foto: (c) presseweller)


Da zogen sie einst in die Ähl hinaus,
vorbei an Birken und Eichenwald,
der Willi, der Berthold, der Peter und Klaus,
an der kleinen Bank, da waren sie bald.

Sie freuten sich an dem üppigen Maiengrün,
und sangen manch fröhliche Lieder,
ringsum schien alle Welt nur zu blüh'n,
der Mai ist da!, klang's wieder und wieder.

Auf der Gitarre Klaus zupfte so viele Lieder,
Musik erschallt' durch die Waldesruh,
mal Schlager, mal Volkslied, wieder und wieder,
und bald kam noch manch Gast hinzu.

So wird’s nimmermehr sein wie g'rad heute,
ein Erinnern noch wird’s später nur sein,
sie sangen noch lang und hatten viel Freude
und zogen frohen Herzens nach Heim.

                                                                  Georg Hainer

Mittwoch, 18. Mai 2016

Frühlings-Tirili und Tirila



Heute singt sich die Amsel mal wieder die Kehle aus dem Leib. Hoch oben auf der Birke im Garten. Bald schon gibt es Antwort auf das Werben, wie ein Gespräch. (Foto-Montage: presseweller)




Welch ein Zwitschern und Singen,
ein Hüpfen, Fliegen und Springen,
von Baum zu Baum, von Ast zu Ast,
und dorten dann die kleine Rast.

Der Vogel hebt sein Köpfchen dann
und setzt erneut zum lauten Rufen an.
Auf Antwort muss er lang nicht warten,
Tirili klingt's hoch vom Baum im Nachbargarten.

Noch öfter das Gepiepse dort und hier,
auf zur Birke, ins Nachbarrevier.
Einen Moment nur wird es leise,
der nächste singt auf and're Weise.

Allerorten seh'n wir Frühlingsgrün,
bunt die Blumen, Sträucher blühn,
Sonne, Wohlgefühl in zart-milder Luft,
kein Wunder, dass die Liebe ruft.

Und weiter geht’s mit Zwitschern, Singen,
mit Hüpfen, Fliegen, Springen.
Der ewig Lauf der groß Natur,
sie ist einfach Wunder pur!
                                          Georg Hainer


Frühmorgens gegen 5 Uhr geht im Frühjahr das Vogelgezwitscher schon los. Da herrscht noch ein buntes Durcheinander aus vielen Stimmen, die aus den Gärten und dem nahen Wald kommen. Bei uns sind es beispielsweise Amseln, Meisen, Rotkehlchen, Spatzen, und auch der Eichelhäher dreht seine Runden. Später wird es etwas ruhiger, aber nicht still. Hört man zu, merkt man, dass die Rufe zum Teil sehr laut sind. Immerhin sind es auch Luftlinie einige Meter von der großen Birke ganz oben im Wipfel bis zur Fichte über Häuser hinweg im Wald. Ist man aufmerksam und konzentriert sich auf wenige Rufe, ist es wohl so, dass es Antworten gibt. Der eine Vogel wartet kurz ab, dann tiriliert der oder die andere, dann meldet sich der „Rufer“ wieder zurück, und irgendwann gibt’s den Abflug. Klar, im Frühling mit dem Maien ist der Nachwuchs im Sinn. So ist es von der Natur vorgegeben. Licht,Temperaturen und innere Uhr beeinflussen Sinne und Hormone. Ein Wunderwerk der Natur. Wenn alles geklappt hat, muss für ein Nest gesorgt werden. Da sucht man sich schon Passendes zusammen und trägt es im Schnabel an den ausgewählten Ort.
Zwar konnte ich bisher nicht verifiziren, rauskriegen, ob „unsere“ Vögel die Ruf- und Pfeifelemente der hiesigen Mundart, Siegerländer Platt, in sich tragen, es ist aber wohl so, wie schon professionelle Auswertungen ergaben, dass Vögel Laute aus der Umgebung aufnehmen und damit ihren Pieps- und Pfeif-Wortschatz ändern oder erweitern.


Auf diesem Blog finden Sie in unregelmäßigen Abständen neue Gedichte und Geschichten. Zu Neueinstellungen können Sie sich auf unserer Seite http://www.buch-juwe.de jederzeit ohne Anmeldung informieren. Wenn etwas neu eingestellt wurde, ist das mit „Neu“, meist direkt am Titel, gekennzeichnet. Sie finden dort, meist heimatlich auf das Siegerland bezogen, Magazine, Videos und Blogs.

Freitag, 26. Februar 2016

Mein Bruderherz - Geburtstag und Erinnerung



Du schaust von oben zu. Wie gern hast Du Kärnten und das Gailtal gemocht. Gut, dass Du nochmals da warst und Erinnerungen aufgefrischt hast. Das ist oberhalb der Rattendorfer Alm, die mit dem guten Käse.  (Foto-Montage: buch-juwel.de)


Der Weg zu meines großen Bruders Grab mit Schmerz,
doch er lebt noch, mittendrin im Herz,
und wenn wir denken dann zurück,
überkommt uns Freude, innig Glück.

Geburtstag heut, vor langen 73 Jahr,
im kühl und sonnig Februar,
das Fest, es war stets gut gelungen,
gegessen, gelacht, getanzt und gesungen.

Denk ich, was früher wir so unternommen,
wird das Herz dann doch beklommen,
Musik, Gitarrenspiel und Auto fahren,
längst vergangen, vor schon 21 Jahren.

Ich schau stets so gern zurück ganz weit
auf unsere wunderschöne Kinderzeit,
nun schaust Du auf Familie, Früheres hernieder,
irgendwann, Klaus, sehen wir uns wieder!
                                             Georg Hainer

Siegen, 26. Februar 2016 


Samstag, 20. Februar 2016

Frühlingsnähe im Februar




Mal zeigt sich der Februar noch grau und nass, aber ...

Nicht ein jeder Februar
ist so wie der vor'ge war.
Und wenn er gar nicht richtig will,
gibt er sich ähnlich dem April.

Niesel, Regen, Graupelschauer,
überm Berg schon liegt der Schnee auf Lauer,
mal weht ein Lüftchen zart und mild,
ein andres Mal, da stürmt es wild.

Frühmorgens noch die Wies voll Reif,
tags die Sonn als Silberstreif.
Gern mag sie vom Himmel lachen,
ein'n Spaziergang woll'n wir machen.

Schneeglöcken dort im Gartenland,
weiße Glöckchen überm Bodenrand,
auch die Christros' edel-schön
ist hier und dort bereits zu seh'n.
Die Krokus haben's wohl vernommen,
werden bald zum Blumenreigen kommen.

                                           Georg Hainer

... aber ...




-... aber - Schneeglöchen und hier und da, wie hier, die Christrosen zeigen sich schon. ((c) presseweller)

Samstag, 19. Dezember 2015

Jetzt ist doch Weihnacht



Mit Engelbegleitung kommt das Christkind mit Geschenken und Friedensbotschaft zur Erde: Weihnacht ist's.  (Foto (c): presseweller)


Rafitz, rafatz und noch rabumm,
wer poltert denn so rum?
Ob's der Nikolaus wohl sei?
Seine Zeit ist doch vorbei.

War länger wohl im Land,
weil er so viele brave Kinder fand,
nun sputen will er sich zum Glück,
in sein Himmelreich zurück.

Schließlich ist der Christtag heute.
Für Kinder und für alle Leute,
das Christkind hat sich fein gemacht,
dass jedem nur das Herze lacht.

Es fliegt mit Engelein herbei,
dass ein jeder bald beglücket sei,
mit Päckelein nach Wunsches-Sinn,
doch ist das Richtige auch drin?

O ja, es schaut und achtet drauf,
so nimmt die Weihnacht ihren Lauf,
im Lichterschein zufried'nes Glück,
Christkind längst am Weg zurück.

Überm schönen weißen Winterwald,
im Himmel ist's schon bald,
und hofft für alle hier hernieden: 
" … ich bracht ein bisschen Weihnachtsfrieden“.
                                                   Georg Hainer

Samstag, 28. November 2015

Licht in die Welt

Die Welt ein Wirrwarr scheint,
gegeneinander - statt vereint.
Menschen fliehen allerorten
vor Bomben, Gräuel, Morden.

Von Betlehem der Stern,
leuchtet in des Himmels Fern,
das Friedenslicht wir zünden an,
das zumindest Hoffnung bringen kann.                  
                                           Georg Hainer


Da Friedenslicht soll "Licht" in die Welt bringen. (Foto: presseweller)

Bald ist wieder Gelegenheit, das Friedenslicht, das auch in Deutschland in vielen Kirchen, Kapellen und Einrichtungen brennt, anzuschauen und selbst eine Kerze zu entzünden. Trotz aller schweren Kriege der Vergangenheit gibt es auch jetzt, im 21. Jahrhundert!, schlimme Kriege und Unruhen in vielen Teilen der Welt. Da wird die Sehnsucht nach Frieden größer! (November 2015)

Freitag, 30. Oktober 2015

Spätherbst vor des Winters Hauch


Buntes Laub erfreut. Es raschelt beim Gehen. (Foto (c): presseweller)


Noch in Bunt sind Baum und Strauch,
doch nähert sich des Winters Hauch,
wenn auch noch im gold'nen Lichte,
nimmt sie ab, die Blätterdichte.

So geht’s im Spätherbst ewig zu,
die Natur kommt bald zur Frostes-Ruh,
entledigt von dem bunten Blätterkleid,
das beim Gehen raschelnd Laub, es bleibt.

Abgeerntet sind die Felder und die Reben,
die dem Menschen Frucht und Wein nun geben,
Es dunkelt früh, es kehret Ruhe ein,
wie schön kann doch der Spätherbst sein.

                                                      Georg Hainer