Freitag, 9. Januar 2015

Geburtstagsgrüße zu Papa – dort oben



So vieles erlebt, waren Glaube und Friede sein Ding. Kreuz und sein Rosenkranz gehörten stets dazu. (Foto (c): presseweller)



Jetzt 2015, Papa, wär' Dein Alter 103,
bist hier auf Erden leider nicht dabei,
drum send ich Grüße in die hohe Fern
und gedenke Deiner gar so gern.

Dort oben mag's Dir wohlergeh'n,
irgendwann werd ich's ja seh'n,
im Himmel, so Dein Glaube war,
lebst Du nun so viele Jahr.

Schon 31 Jahre ist es her,
dass Du lagst in Grabes Blumenmeer,
erlöst von Krankheit, Schmerzen,
lebst weiter hier in unseren Herzen.

Hast erzählt, uns so viel vorgelesen,
spannend, als wären wir dabei gewesen,
ich erinner mich und wünscht' noch mehr:
Ja, Papa, ich vermisse Dich doch sehr!

Schick Dir zum Himmel ein Gebet,
dass Trauer sich in Frohsinn regt,
weil Du immer für mich dagewesen bist
und heute Dein Geburtstag ist.
Danke, danke!

                         9. 1. 2015  Georg Hainer

Samstag, 3. Januar 2015

Zerrissene Erdenwelt statt Teppich des Friedens



Konflikte, Kriege, Unruhen
übersäen die Welt,
streuen die ungute Saat
des Unfriedens, des Fanatismus und der Gewalt aus.
Schüren Intoleranz,

Verunglimpfung und
Bedrohung bis zur Vernichtung
Andersdenkender.
Mal körperlich brutal,
mal mit Waffen aller Art,
weltweit zum Profit gehandelt.
Mal mit den scharfzüngigen Waffen
zur Ausgrenzung und
zur Verfolgung. Erdweit.

Friedensbotschaften,
Jahr für Jahr neu
von Politikern und anderen verkündet,
verflüchtigen sich
wie Gase in der Luft.
Und doch geht nichts verloren,
in der großen Welt, die der
Mensch bisher nicht greifen kann
und in der die Erde ein Staubkorn ist.

Trotz allem ist seit Menschengedenken
bei Völkern und Menschen 
wie Du und ich
der Wunsch da,
nach friedlichem Zusammenleben.
Wie ein flauschiger Teppich
sollte er sich
über Regionen, Länder, Kontinente ausbreiten,
die Gräben überdecken,
die zerrissene Erdenwelt zu
einem friedlichen Ganzen führen.

Wobei jeder seinen Beitrag 
leisten kann:
im Land, in der Stadt, im Dorf,
in der Nachbarschaft, in der Familie.

                                 Georg Hainer  


Lesen Sie mehr Gedichte auf diesem Blog. Auf den Seiten http://www.buch-juwel.de finden Sie auch Bild-Lyrik-Kompositionen zum "Dichterischen Bildhauen". 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnacht einst und jetzt


Warmes Kerzenlicht, Licht ins Dunkel. (Foto: presseweller)


Das Haus erfüllt von Plätzchenduft,
vor den Fenstern leuchten Kerzen,
draußen kalt die Winterluft,
doch Wärme in den Herzen.

Die Tannen sind mit Schnee bedeckt,
alles ist so still und leise,
Erinnerungen sind geweckt,
im Kopf so manche alte Weise.

Vom Himmel hoch und stille Nacht,
gesungen, Spielzeug unterm Baum,
das Weihnachtsfeuer ward entfacht,
Erinnerung, ein alter Traum.

Nun wieder da die Weihnachtszeit,
wiegt die Erinnerung nicht auf,
die Lichterketten weit und breit,
die neue Zeit hat ihren Lauf.

Einstens denken diese Kinder
an ihre heut'ge Weihnachtszeit,
an ihren früh'ren Winter,
weil ewig ist der Lauf der Zeit.
                           Georg Hainer


Montag, 1. Dezember 2014

Zyklus Lyrische Momenente: Christtag


Ein Kind ist uns geboren, der Heiland. (Foto: presseweller)



Funkelnd Sterne,
schwebend unter Himmelszelt,
Glanz in den Stuben,
verschmolzen mit
Kerzenschein.

Leuchtend Kinderaugen.
Halleluja, der Heiland geboren,
ehedem im Stall in Betlehem.
Freut Euch!

Mit Freude und Wehmut ans Gestern,
mit Zuversicht aufs Morgen!

       
       Georg Hainer

Zyklus Lyrische Momente: Weihnacht


Engel, Tannengrün und Lichter: Weihnachten. (Foto: presseweller)


Choräle klingen aus den Himmelstoren,
Abendrot erfüllt die Dunkelheit,
seht, Euch ist ein Kind geboren,
nehmt es an und seid bereit.

Überm Stall in Betlehem ein großer Stern,
Engel den Hirten davon künden,
die Geburt des Heilands nicht mehr fern,
gehet, um das Kind zu finden.

Wie es der Bibel nach nun auch so war,
zogen viele dann auf Reisen,
fand sich schließlich ein die große Schar,
um das Jesuskind zu preisen.

Man schenkte und die Freud war groß,
in Betlehem, des Stalles Ort
der Heiland, geboren aus Marien Schoß,
seitdem „lebendig“ immerfort.

Das Gedenken stets in heil'ger Nacht,
hört wie der Chor es singt,
neuen Glauben hat das Kind entfacht,
„Ehr' seit Gott in der Höhe“ erklingt.
              Georg Hainer


Zauber der Vorweihnachszeit




Früher im Advent, zu Nikolaus: Apfel, Nüsse und oft auch Apfelsinen. (Foto: presseweller)



Geschmückte Wohnung,
die erste Kerze brennt,
entflammt in Geist und Herz Erinnerungen,
Kindheit, Eltern, wohl umsorgt.
Tannenäste sammeln,
aus denen Mutter einen Kranz bindet,
„Macht hoch die Tür“ singen.
Bescheidene Wünsche ausdenken, sammeln, auch solche,
die doch nicht erfüllt werden/ wurden.
Wunschzettel schreiben.
Am 6. Dezember dem Nikolaus mitgeben.
Ist am sichersten, dass es „oben“ ankommt.
Gedicht aufsagen. Vielleicht.
komische Fragen wie
„Warst du auch brav“
mit kräftigem „Ja!“ - und leiser „meist“ beantworten.

Schauen, ob sich der Geschenkesack
des heiligen Mannes
als adventliches Füllhorn erweist.
Apfel und Apfelsine, so hieß mal die Orange,
ein paar Nüsse, eine Schokolade und …
ein kleines Büchlein. Ja, zufrieden!
Dann zieht er auch schon wieder los.
Schließlich gibt es so viele Kinder in der Welt.
Raus ins Dunkel der Straße,
liegt im schummrigen Gelb der Gaslaternen.

Später dämmerte anderes:
Die Himmels-Logistik-Abteilung
hat mehrere Nikoläuse im Einsatz.
So stieben die je nach Region
von Hirschen oder Elchen gezogenen
glänzend und schwer bepackten
Nikolaus-Himmelswagen in alle Welt.
Überall ein Stückchen Freude bringen,
die Ankunftsszeit versüßen,
so der Auftrag für Herrn Nikolaus.

Ein bisschen funktioniert er immer noch
und sagt uns: „Seht, die Weihnacht ist nah“.

               Georg Hainer

Montag, 17. November 2014

Monat in Grau

Zyklus "Lyrische Momente"




Wer ist unterwegs
im Frühnebel, Dunst,
Landschaft umgeben
von grauem Schleier?

Glitzerndes Tau auf Wiesen,
Frost gewinnt an Boden. Winternähe.
Die Zugvögel machen sich davon.
Lange Reise. Hoffentlich eine gute.

Graue Zeit, in der die Gräber
Schmuck erhalten. Kränze, ohne
Anfang, ohne Ende. Immer.
Farbiger Blumenschmuck erzählt
von stetiger Erneuerung,
der Lebensbuntheit, nicht enden wollendem
Kreislauf ewiger Natur und Schöpfung.

Angehörige gedenken der Toten,
lassen Bilder aus alten Tagen
in ihrem Geist aufblitzen,
denken an erdliche Endlichkeit.
Aber Ewigkeit irgendwo dort oben.

Unterwegs in Wald und Feld,
aber Streben nach Heim, Familie.
Der November gibt den Stab weiter.
Der Winter kommt bald.
Zu Hause sind die Stuben
mollig gewärmt, um das Leben
gerade so zu leben, wie es ist.
Kerzenlicht erfreut die Seele.
Wer will da noch unterwegs sein?

                              Georg Hainer