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Donnerstag, 18. Mai 2017

Wie die Natur so spielt: Traum-Baum




Die Birke im morgendlichen Maiengrün. (Alle Fotos: presseweller)


Sonnenschein, dunkle Wolken und goldenes Licht


Es ist der 14. Mai 2017, der Muttertag. Kinder krabbeln etwas früher aus den Betten, damit sie ihre Basteleien für Mutti rechtzeitig aus den Verstecken holen können und helfen Papa etwas, den Frühstückstisch zu decken. Der Morgenhimmel bei uns in Siegen zeigt sich in feinem Blau mit einigen Schleierwölkchen, und die hohe, mächtige Birke im Nachbargarten, die uns Jahrzehnte Begleiterin ist, hat ihr schönstes Maiengrün-Kleid angelegt. Was für ein Tag! So begann es, und es blieb weitestgehend sonnig, was das Gemüt aufhellt und hier und heute passend zum Muttertag war. Schließlich haben es die Mütter dieser Welt verdient, dass es ein schöner Tag wird, ein kleines Dankeschön für alle ihre Mühen, Sorgen und Betreuung. Das Wetter am 14. Mai zeigt später sein Wechselspiel.  

Erst gegen Abend veränderte sich das Wetterbild: Dunkle Wolken zogen auf, der Himmel verdüsterte sich, Regentropfen, Grau in Grau. Sogar die Birke schien farblos zu sein. Doch das Gewölk hatte die Rechnung ohne die Sonne gemacht. Sie suchte sich eine Lücke, um noch einmal zu untermauern, dass sie heute gute Dienste getan hatte: „Hallo, ich bin noch da!“ Noch mehr als das, weil sie sich für nur knapp ein bis zwei Minuten in verschwenderischer Fülle zeigte und mit ihrer gelb-strahlenden Helligkeit zu einem furiosen Glanz-Höhepunkt ansetzte. Ja, wir hatten das Glück, just zu dieser Zeit aus dem Fenster zu schauen, Birke und den Wald am nahen Berg im goldenen Antlitz zu sehen, intensiv, prall, unbeschreiblich schön. Wir waren froh, das sehen zu können und hoffen, dass viele andere es ebenfalls erlebt haben, auch wenn es nur kurz währte.




Golden wirkt der Sonnenglanz auf Birke und Landschaft.


Mal so, mal so - Wie das Leben

Dann gewannen wieder die Wolken die Überhand, es dunkelte, Regen tropfte ans Fenster – und bald schon führte die Nacht das Regiment, aber nur bis zu einem neuen Morgen.

So spielt die Natur seit Ewigkeit und lässt uns bei all ihrer Macht auch immer wieder Schönes erleben. Ähnlich wie unser Gemüt und unsere Gefühle, die mal von Freude und mal von Traurigkeit beseelt sind, mal von Niedergeschlagenheit und mal von Hoffnung. Leben eben. Georg Hainer



Schon lässt das Wetter die Birke wieder „im Regen stehen“.


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Donnerstag, 23. Juli 2015

Sommer-Sinfonie



Bald schon sinkt am Horizont die Sonne ins Meer. (Foto: presseweller)


Tagsüber am Strand noch Burgen bauen,
abends in den Sternenhimmel schauen,
von Ferne Mandolinen klingen,
irgendwo die Feen singen.

Die Zirben stimmen gerne ein,
lauer Abend, wunderfein.
Dazu ein Gläschen roten Weins,
wie romantisch kann ein Sommerabend sein.

Ein Windhauch streift das lock're Haar,
es scheint, als würden Träume wahr,
Tag und Abend voller Wonne,
die Symphonie von Sommer, Sonne.

                                    Georg Hainer

Dienstag, 21. Juli 2015

Wenn es sommert


Blauer Himmel, weiße Wolken - Sommer. (Foto: presseweller)


Wenn es sommert

Schönwetterwölkchen steh'n am Himmelszelt,
überspannen unseren Teil der Welt,
strahlend blau der Rest am Firmament,
wie man es seit Kindheit kennt.

An manchen Tagen ist die Sonne glühend heiß,
dass man kaum zu schlafen weiß.
Kurze Hosen, dünne Kleidchen nun gefragt,
Mini, Hotpants und Bikini-Look, wer's wagt.

Solch luftig Outfit oft ist schön zu seh'n,
manchmal auch „kann gar nicht geh'n“.
Aber jeder so doch, wie er selbst es findet
und nicht an and're Meinung bindet.

Am Wochenende ist der Grill dann aufgebaut,
die marinierten Steaks und Co. sind aufgetaut,
Betrieb in Gärten, auf Balkonen und Terrassen,
der Sommer-Lebensfreud nun Zeit mal lassen.

Überall der Nachwuchs tobt noch bis nach Zehn,
die Gäste wollen lange, lange noch nicht geh'n,
ein richt'ger Sommerabend, ach wie wundervoll,
22 Grad noch, tropisch, ach wie toll!

                             Georg Hainer

Freitag, 14. November 2014

Zyklus Lyrische Momente: Havelland-Herbst

Im Havelland-Herbst


Tief von Osten neigt die Sonne zu,
die Menschen liegen noch zur Ruh,
überm Luch rot-gelber Schein nun liegt,
wo bereits der erste Kranich fliegt.

Das Land die Morgensonn erhellt,
überstrahlt sie nach und nach die ganze Welt.
Wir sehen, wie das Havelland erwacht,
über dem die Sonn nun freundlich lacht.

Da kommt Herr Ribbeck in den Sinn,
sind's Kanäle und der Rhin,
Kranich, Störche und die Trappen,
Birken, Kiefern und die Pappeln.

Im Morgendunst die weiten Wiesen, Felder,
Grün-Brau-Gelb die märk'schen Wälder,
ein Reh im Wabbernebel steht,
hoffend, dass der Morgennebel bald vergeht.

                                              Georg Hainer


Mittwoch, 27. Mai 2009

Elementare Fragen

Was ist's, was Licht und Wärme bringt
und gurgelnd durch das Bächlein rinnt?
Was hat seit Ewigkeit Bestand
in diesem großen Erdenland?

Beides, das sei schon gesagt,
erhält das Leben Tag für Tag.
Was ist nun das in Gottes Flur?
Sonn' und Wasser, die Natur.