Donnerstag, 23. Juli 2015

Sommer-Sinfonie



Bald schon sinkt am Horizont die Sonne ins Meer. (Foto: presseweller)


Tagsüber am Strand noch Burgen bauen,
abends in den Sternenhimmel schauen,
von Ferne Mandolinen klingen,
irgendwo die Feen singen.

Die Zirben stimmen gerne ein,
lauer Abend, wunderfein.
Dazu ein Gläschen roten Weins,
wie romantisch kann ein Sommerabend sein.

Ein Windhauch streift das lock're Haar,
es scheint, als würden Träume wahr,
Tag und Abend voller Wonne,
die Symphonie von Sommer, Sonne.

                                    Georg Hainer

Dienstag, 21. Juli 2015

Wenn es sommert


Blauer Himmel, weiße Wolken - Sommer. (Foto: presseweller)


Wenn es sommert

Schönwetterwölkchen steh'n am Himmelszelt,
überspannen unseren Teil der Welt,
strahlend blau der Rest am Firmament,
wie man es seit Kindheit kennt.

An manchen Tagen ist die Sonne glühend heiß,
dass man kaum zu schlafen weiß.
Kurze Hosen, dünne Kleidchen nun gefragt,
Mini, Hotpants und Bikini-Look, wer's wagt.

Solch luftig Outfit oft ist schön zu seh'n,
manchmal auch „kann gar nicht geh'n“.
Aber jeder so doch, wie er selbst es findet
und nicht an and're Meinung bindet.

Am Wochenende ist der Grill dann aufgebaut,
die marinierten Steaks und Co. sind aufgetaut,
Betrieb in Gärten, auf Balkonen und Terrassen,
der Sommer-Lebensfreud nun Zeit mal lassen.

Überall der Nachwuchs tobt noch bis nach Zehn,
die Gäste wollen lange, lange noch nicht geh'n,
ein richt'ger Sommerabend, ach wie wundervoll,
22 Grad noch, tropisch, ach wie toll!

                             Georg Hainer

Mittwoch, 3. Juni 2015

Das kleine Glück im Frühling




Der Alltag heute ist hektisch und schnelllebig, aber es gibt sie noch, die kleinen Glücksmomente, die das Herz froh stimmen - ob wie hier im Frühling oder in den anderen Jahreszeiten. Innehalten.  (Foto: presseweller) 




Ein Eichhörnchen springt über den Weg,
schaut sich um, erklettert flugs eine Mauer.

Die sorgsam gehegten Pfingstrosen
stehen in voller Pracht, pralles Blütenleben.

Beim Frühlingsspaziergang duftet es so angenehm
von Sträuchern und dem Flieder. Ja, er genießt seine Blütezeit
und lässt uns teilhaben.

Die Amsel im Garten schaut nach allen Seiten,
steigt auf den Rand der kleinen Wasserschale,
dreht sich nochmals um und begibt sich hinein, plustert sich,
breitet die Flügel aus. Sie genießt ihr Bad.
Und wir können vom Fenster ihrem Wohlgenuss zuschauen.

Wir hören es, im Frühling ist der Sperling
schon frühmorgens auf den Beinen und tut es lauthals kund.
Ruft er seine Artgenossen, unterhält er sich
oder sagt: „Schaut, ich bin schon fit!“?

Nach den Knospen zeigen sich bei
Kirsch- und Apfelbaum bald die weißen Blüten.
Jahr für Jahr wunderschön.

Vom nahen Wald zwitschert und zirpt es.
Die vielen Vögel halten ihr Palaver.
Worum mag es gehen? Um gute Plätze und
nichtzuletzt um die Liebe?

Bienen und dicke Hummeln kriechen
in Blüten. Es schwirrt und summt.
Welch ein Naturleben.

Buchen und Birken haben sich
ein sattgrünes Kleid angelegt.
Der Mischwald schimmert in Nuancen
von Hell- bis Dunkelgrün. Und am Rand
knallgelber Ginster.
Was für eine Welt. Geheimnisse der Natur
und des Lebens.

Freunde rufen an. Das Wetter scheint
morgen gut zu werden. Wollt ihr zu
einem gemütlichen Nachmittag bei uns
auf die Terrasse kommen? Ja!

Georg Hainer

Mittwoch, 13. Mai 2015

Im Maien





Schön, im Maiengrün zu spazieren,
hier im Siegerland. (Foto: presseweller)


Im Maien

Die Natur erwacht,
das Herze lacht,
wohin man allerorten sieht,
es grünt und blüht.

Kräftig grün die Buchen steh'n,
Buchenwald – schön anzuseh'n,
die Birken grün so lind,
neigen sich im Frühlingswind.

Der Mensch blüht auf,
im frischen Jahreszeitenlauf,
die Hormone sprießen,
jeder will es gern genießen.

Er ist da, der Mai, der Mai,
die kalte Jahreszeit vorbei,
so wird’s überall vernommen,
bald kann der Sommer kommen.

                               Georg Hainer

Freitag, 9. Januar 2015

Geburtstagsgrüße zu Papa – dort oben



So vieles erlebt, waren Glaube und Friede sein Ding. Kreuz und sein Rosenkranz gehörten stets dazu. (Foto (c): presseweller)



Jetzt 2015, Papa, wär' Dein Alter 103,
bist hier auf Erden leider nicht dabei,
drum send ich Grüße in die hohe Fern
und gedenke Deiner gar so gern.

Dort oben mag's Dir wohlergeh'n,
irgendwann werd ich's ja seh'n,
im Himmel, so Dein Glaube war,
lebst Du nun so viele Jahr.

Schon 31 Jahre ist es her,
dass Du lagst in Grabes Blumenmeer,
erlöst von Krankheit, Schmerzen,
lebst weiter hier in unseren Herzen.

Hast erzählt, uns so viel vorgelesen,
spannend, als wären wir dabei gewesen,
ich erinner mich und wünscht' noch mehr:
Ja, Papa, ich vermisse Dich doch sehr!

Schick Dir zum Himmel ein Gebet,
dass Trauer sich in Frohsinn regt,
weil Du immer für mich dagewesen bist
und heute Dein Geburtstag ist.
Danke, danke!

                         9. 1. 2015  Georg Hainer

Samstag, 3. Januar 2015

Zerrissene Erdenwelt statt Teppich des Friedens



Konflikte, Kriege, Unruhen
übersäen die Welt,
streuen die ungute Saat
des Unfriedens, des Fanatismus und der Gewalt aus.
Schüren Intoleranz,

Verunglimpfung und
Bedrohung bis zur Vernichtung
Andersdenkender.
Mal körperlich brutal,
mal mit Waffen aller Art,
weltweit zum Profit gehandelt.
Mal mit den scharfzüngigen Waffen
zur Ausgrenzung und
zur Verfolgung. Erdweit.

Friedensbotschaften,
Jahr für Jahr neu
von Politikern und anderen verkündet,
verflüchtigen sich
wie Gase in der Luft.
Und doch geht nichts verloren,
in der großen Welt, die der
Mensch bisher nicht greifen kann
und in der die Erde ein Staubkorn ist.

Trotz allem ist seit Menschengedenken
bei Völkern und Menschen 
wie Du und ich
der Wunsch da,
nach friedlichem Zusammenleben.
Wie ein flauschiger Teppich
sollte er sich
über Regionen, Länder, Kontinente ausbreiten,
die Gräben überdecken,
die zerrissene Erdenwelt zu
einem friedlichen Ganzen führen.

Wobei jeder seinen Beitrag 
leisten kann:
im Land, in der Stadt, im Dorf,
in der Nachbarschaft, in der Familie.

                                 Georg Hainer  


Lesen Sie mehr Gedichte auf diesem Blog. Auf den Seiten http://www.buch-juwel.de finden Sie auch Bild-Lyrik-Kompositionen zum "Dichterischen Bildhauen". 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnacht einst und jetzt


Warmes Kerzenlicht, Licht ins Dunkel. (Foto: presseweller)


Das Haus erfüllt von Plätzchenduft,
vor den Fenstern leuchten Kerzen,
draußen kalt die Winterluft,
doch Wärme in den Herzen.

Die Tannen sind mit Schnee bedeckt,
alles ist so still und leise,
Erinnerungen sind geweckt,
im Kopf so manche alte Weise.

Vom Himmel hoch und stille Nacht,
gesungen, Spielzeug unterm Baum,
das Weihnachtsfeuer ward entfacht,
Erinnerung, ein alter Traum.

Nun wieder da die Weihnachtszeit,
wiegt die Erinnerung nicht auf,
die Lichterketten weit und breit,
die neue Zeit hat ihren Lauf.

Einstens denken diese Kinder
an ihre heut'ge Weihnachtszeit,
an ihren früh'ren Winter,
weil ewig ist der Lauf der Zeit.
                           Georg Hainer