Samstag, 19. Dezember 2015

Jetzt ist doch Weihnacht



Mit Engelbegleitung kommt das Christkind mit Geschenken und Friedensbotschaft zur Erde: Weihnacht ist's.  (Foto (c): presseweller)


Rafitz, rafatz und noch rabumm,
wer poltert denn so rum?
Ob's der Nikolaus wohl sei?
Seine Zeit ist doch vorbei.

War länger wohl im Land,
weil er so viele brave Kinder fand,
nun sputen will er sich zum Glück,
in sein Himmelreich zurück.

Schließlich ist der Christtag heute.
Für Kinder und für alle Leute,
das Christkind hat sich fein gemacht,
dass jedem nur das Herze lacht.

Es fliegt mit Engelein herbei,
dass ein jeder bald beglücket sei,
mit Päckelein nach Wunsches-Sinn,
doch ist das Richtige auch drin?

O ja, es schaut und achtet drauf,
so nimmt die Weihnacht ihren Lauf,
im Lichterschein zufried'nes Glück,
Christkind längst am Weg zurück.

Überm schönen weißen Winterwald,
im Himmel ist's schon bald,
und hofft für alle hier hernieden: 
" … ich bracht ein bisschen Weihnachtsfrieden“.
                                                   Georg Hainer

Samstag, 28. November 2015

Licht in die Welt

Die Welt ein Wirrwarr scheint,
gegeneinander - statt vereint.
Menschen fliehen allerorten
vor Bomben, Gräuel, Morden.

Von Betlehem der Stern,
leuchtet in des Himmels Fern,
das Friedenslicht wir zünden an,
das zumindest Hoffnung bringen kann.                  
                                           Georg Hainer


Da Friedenslicht soll "Licht" in die Welt bringen. (Foto: presseweller)

Bald ist wieder Gelegenheit, das Friedenslicht, das auch in Deutschland in vielen Kirchen, Kapellen und Einrichtungen brennt, anzuschauen und selbst eine Kerze zu entzünden. Trotz aller schweren Kriege der Vergangenheit gibt es auch jetzt, im 21. Jahrhundert!, schlimme Kriege und Unruhen in vielen Teilen der Welt. Da wird die Sehnsucht nach Frieden größer! (November 2015)

Freitag, 30. Oktober 2015

Spätherbst vor des Winters Hauch


Buntes Laub erfreut. Es raschelt beim Gehen. (Foto (c): presseweller)


Noch in Bunt sind Baum und Strauch,
doch nähert sich des Winters Hauch,
wenn auch noch im gold'nen Lichte,
nimmt sie ab, die Blätterdichte.

So geht’s im Spätherbst ewig zu,
die Natur kommt bald zur Frostes-Ruh,
entledigt von dem bunten Blätterkleid,
das beim Gehen raschelnd Laub, es bleibt.

Abgeerntet sind die Felder und die Reben,
die dem Menschen Frucht und Wein nun geben,
Es dunkelt früh, es kehret Ruhe ein,
wie schön kann doch der Spätherbst sein.

                                                      Georg Hainer

Freitag, 25. September 2015

Herbst - Melodien in Bunt


Was für ein Farbenspiel. Herbst. (Foto: presseweller)



Hört und seht. Der Herbst geht über Land, säuselnd und bunt. Die rote Pracht am Rosenbogen geht dem Ende zu, keck recken noch Sonnenblumen ihre gelben Strahlenköpfe in den blauen Himmel, hier und da lugen kleine rote und dicke grüngelbe Äpfel aus den Bäumen. Viele ihrer Kollegen namens Gravensteiner, Berlepsch, Boskop usw. lagern schon sauber getrennt auf Regalen, um später nochmals die Menschen mit dem Natur-Apfelgenuss zu erfreuen. Andere haben längst den Weg in Saftflaschen, Einmachgläser und zu Apfelmus genommen.

Die Sonne lacht vom blauen Himmel, in den sich hier und da weiße Wölkchen mischen. Schönwetterwolken, sagen die Menschen. Noch wärmt die Sonne Boden, Luft und Menschen, hält es aber nicht mehr allzu lange aus. Jeden Tag ein Stückchen früher verzieht sie sich in ihr Schlafgemach – wie zu Urzeiten, von Generation zu Generation. Es dämmert und dunkelt, wird merklich kühler am Abend. Frösteln am frühen Morgen.

Natur und Mensch genießen die Zeit und bereiten sich dennoch auf den Winter vor. Die Bäume werfen, ererbte Vorsichtsmaßnahme, nach und nach ihre Blätter ab, die sich mal Rot, mal Gelb, mal Grün, mal Hell- und mal Dunkelbraun zeigen und die Wälder in einen Farbrausch versetzen, der aber dennoch bald vergeht, auch uns erinnernd an Vergänglichkeit. In den Häusern kommen die leicht-lockeren Sommergewänder auf Seite, Austausch gegen Wärmeres.

Kinder sammeln Kastanien, so glänzend braun, so schön. Kleine Männchen und anderes daraus basteln. Die Kartoffelfelder sind mehr und mehr abgeerntet. Die gesunde Knolle liegt im Keller und in Regalen, meist anders als früher, als Kartoffeln noch bevorratet wurden, je nach Familiengröße zentnerweise „eingekellert“. Ein Rotkohl und ein Weißkohl laden ein, geerntet zu werden. Prall glänzen die Tomaten am Strauch. Hm, sie schmecken,wie sie sollen. Tomatisch, frisch. Wer selbst angebaut hat, kann nun den köstlichen Lohn seiner Arbeit genießen.

Dick, rot und gelb werden die Kürbisse ins Haus gebracht. Ausgehöhlt. Mal zu Suppe verarbeitet, mal zu Gemüse und mal süß-sauer eingelegt. Lecker. Und wieder ein anderes Mal wird an ihnen geschnitzt. Oh, ein Kürbisgesicht, das mit dem Licht im Hohlraum auch im Dunkeln noch erfreut.
Wie ferner lieblich Klang säuselt ein Wind übers Land, der sich hier und da sowie ab und an auch stürmisch wie eine Drum-Einlage gibt, sodass sich die Bäume tief verneigen. Ja, wir wissen, wer du bist.


Noch spielt der Herbst seine Melodien, die leicht beschwingt klingen, bald schon langsamer und stiller in ein Adagio und Largo übergehen, fast melancholisch. „Ja“, wispert es aus den Bäumen, „der Herbst geht irgendwo hin, kommt aber wieder“. Gerne warten wir ein Jahr auf den dann wieder neuen Zauber des Herbstes. Möge es lange so bleiben.  
                                                                   Georg Hainer

Dienstag, 22. September 2015

Zu alt? Mal wieder Rock-Tanz-Feeling!



Lasst uns alte Socken,
nochmals feste rocken,,
auf dem Tanzparkett, wo Mädels mit und ohne Locken.

Auf Twist und heavy Rock,
da haben wir noch Bock,
und die Jugend kriegt dabei 'nen Altersschock.

Die Hüften mal verbiegen,
hin und her mi'm Becken wiegen,
das ist alles doch noch -oder? - locker hinzukriegen.

Nein, schmerzen tut das nicht,
gar nicht schon im dämmrig Licht,
schnell vergessen sind dann Kreuzweh und die Gicht.

Klar, wir waren auch mal jung
und hatten noch mehr Schwung,
zum Teil bis jetzt. Das ist nicht nur in Erinnerung.
                                                               Georg Hainer  

Freitag, 4. September 2015

Glosse: Die sprechende Waage


Für die Waage scheint's lustig zu sein, zum Wiegen und Training zu mahnen. (Montage: presseweller)

Mit „Apps“ auf dem Laufenden/ Connected Weight


Glosse von Georg Hainer
„Na, gestern wieder geschlemmt?“ bei meiner sprechenden Waage ist vieles möglich. Solche Kommentare habe ich auch nicht bei der mühevollen Programmeinrichtung gestrichen. Was soll's. Schließlich will man die technischen Möglichkeiten angesichts des Kaufpreises nutzen. Auch nicht gestrichen: „Guten Morgen, über Nacht ein Pfund zugelegt. Ich melde 72,7“. Bei viel Zurückhaltung geht es auch andersherum: „Supi, 423 Gramm runter, nur noch 72, 277!“ Ich denke, „danke Waage“. Sie aber tönt weiter: „Dein Körperfettanteil ist aber immer noch zu hoch“. Na klasse.
Nach der mechanischen Waage, die mich 28 Jahre treu begleitet hatte, dachte ich, „mal was Neues, Topmodernes, digital und so“. Statt „connected drive“ - also Autos, drahtlos verbunden mit Smartphoneverbindung, Apps und Co., alos vernetzt - soll es bei mir nun „connected weight“ sein, Waage mit jederzeitiger Verbindung zu anderen Geräten, mein Gewicht wird vernetzt. Zu- und Abnahmedaten und mehr zu Smartphone und W-LAN zu meinem Homedesk, also meinem PC. Bereits mit Gesundheits- und Fitness-App bestückt, hat mein Phone nun daher auch die Weight-App, dieses Gewichtsprogramm. Nicht nur das, sie hat sich von selbst mit allen anderen vernetzt oder „connected“, wie man heute sagt. Die Apps sagen mir dann beim Walken auch, dass ich besser noch zehn Minuten weitergehen sollte und „möglichst etwas schneller“. Meine Waage, wenn ich denn draufgehe, „spricht“ dann mahnend: „Tipps nur zum Teil befolgt, aber 225 Kalorien verbraucht, Muskelaufbau 0,02 Prozent, Fettabbau 0,002, Gewicht unverändert.“ Nein, ich habe sie bisher noch nicht in einem Anfall von Enttäuschung getreten oder ausgetauscht.
Sie ist ja teilweise auch freundlich, zeigt die Temperatur, Sonnenschein und Luftfeuchtigkeit an. Bei guten Bedingungen meldet sie dann: „Jetzt aber raus und ein paar Runden laufen“. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen: „Sauwetter. Besser drinnen 30 Liegestütz' oder mal wieder an den Hometrainer.“ Da auch damit „connected“, weiß Mahnerin Waage, dass ich lange nicht am Hometrainer war, gestrampelt oder Bankdrücken gemacht habe.

Abgenommen beim Installieren
Über drei Wochen ist das Teil nun in Betrieb. Bei der Inbetriebnahme war ich bereits ins Schwitzen gekommen und habe sicher allein dabei zwei Pfund abgenommen, immrhin ein Kilo. Die 86-seitige mit Fachbegriffen, Hard- und Softwarehinweisen für zu verbindende andere Geräte gespickte Installations- und Betriebsanleitung war zu hoch für mich. Ich rief meinen Sohn an, der mir aus 400 Kilometer Entfernung hier und da einen Tipp geben konnte, wie die Grundeinstellungen zu bewerkstelligen wären und das Smartphone in Verbindung kommen könnte. Hilfreich, aber nicht genug. Schließlich bat ich einen guten Bekannten, einen Computerfachmann aus der Nähe, auch meinen Heim-PC entsprechend einzurichten und vor allem, mir ganz, ganz langsam zu erklären, wie ich alles aufrufen kann. Man ist ja keine 20 mehr. Siehe da, nach rund drei Tagen funktionierte alles. So einfach ist moderne IT-Technologie.

Bei Besuch ohne Ansage
Wenn der Akku dem Ende zugeht, meldet sich Waage mit einer Art „Haullou“. Okay, an die Ladestation. Zum Glück verliert sie dabei nicht alle Einstellungen, sonst müsste ich wieder um Fachhilfe nachfragen. Jetzt in der 6. Woche ist mein Fettanteil ähnlich hoch wie vorher, mein Gewicht schwankt in einem Plus und Minus von 1,2 Kilogramm. Da das Ansageteil nicht leiser gedreht werden kann, sondern übers Badezimmer hinaus zu hören ist, schalten wir es ab, wenn Besuch im Haus ist. Trotz „offener Gesellschaft“ muss ja nicht jeder unseren Fettanteil kennen oder wissen, dass wir heute wohl noch fünfeinhalb Kilometer laufen müssen.
Hätten wir schon ein „intelligentes“ Auto, was unser alter Polo nicht ist, der dafür aber immer brav läuft, wäre eine Verbindung wohl möglich gewesen. Wahrscheinlich wäre dann unterwegs die Anweisung gekommen: „Genug gefahren und gesessen, jetzt abstellen und die nächsten 28,4 Kilometer bis zur Zielerreichung besser laufen.“
Es reichte. Die Waage wurde an Freunde verschenkt, die technisch „in“ und gerne sportlich aktiv sind. Im Haus ist jetzt wieder eine ganz normale Waage, die einfach nur das Gewicht anzeigt, keinen Fettanteil und kein Wetter, und die vor allem nicht „spricht“. Das macht den Morgen gemütlicher.
Obwohl: Meine Ehefrau fragte jetzt einmal, ob wir nicht vielleicht für den Kühlschrank solch ein Gerät, wegen Nachfüllen, Temperaturhinweisen, Direktverbindung zum Fleischerfachgeschäft usw. usw. …........... Nein!
Übrigens: keine Zukunftsmusik, vieles geht schon heute, wenn auch noch nicht alles, wie hier etwas überspitzt dargestellt. September 2015


Donnerstag, 23. Juli 2015

Sommer-Sinfonie



Bald schon sinkt am Horizont die Sonne ins Meer. (Foto: presseweller)


Tagsüber am Strand noch Burgen bauen,
abends in den Sternenhimmel schauen,
von Ferne Mandolinen klingen,
irgendwo die Feen singen.

Die Zirben stimmen gerne ein,
lauer Abend, wunderfein.
Dazu ein Gläschen roten Weins,
wie romantisch kann ein Sommerabend sein.

Ein Windhauch streift das lock're Haar,
es scheint, als würden Träume wahr,
Tag und Abend voller Wonne,
die Symphonie von Sommer, Sonne.

                                    Georg Hainer